Ausschuss „Wasserhygiene und Abwasser“

Leitung: Prof. M. Exner, Dr. P.-L. Plaumann

Der Ausschuss „Wasserhygiene und Abwasser“ befasst sich mit aktuellen Fragestellungen der Wasser- und Abwasserhygiene an der Schnittstelle von Hygiene, Umweltmedizin, Mikrobiologie und Public Health. Im Fokus der Arbeitsgruppe stehen sowohl klassische wasserhygienische Themen als auch neue Entwicklungen im Bereich umweltbezogener Gesundheitsrisiken, mikrobiologischer Überwachungssysteme und moderner diagnostischer Verfahren.

Konkret beteiligt sich der Ausschuss an der Arbeit in Kommissionen und Gremien und begleitet aktuelle Entwicklungen im Bereich von Empfehlungen, Leitlinien und Stellungnahmen. Hierzu zählt auch die Mitwirkung an fachlichen Bewertungs- und Abstimmungsprozessen im Umfeld bestehender Empfehlungen und Regelwerke der Trink- und Nutzwasserhygiene.

Der Bereich Abwasser ist erst seit kurzer Zeit fachlich integriert. Zu den Aufgaben gehört die aktive Beteiligung an der Umsetzung von Ansätzen zur populationsbezogenen Surveillance verschiedener Erreger sowie an der generellen Weiterentwicklung abwasserbasierter Monitoringkonzepte. Neben der Überwachung akuter respiratorischer Erreger (ARE) zählt hierzu auch die Entwicklung von Strategien zum Monitoring antimikrobieller Resistenzen (AMR). Letzteres ist insbesondere im Kontext der Novellierung der EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) von Bedeutung.

Darüber hinaus verfolgt der Ausschuss aktuelle wissenschaftliche und methodische Entwicklungen im Bereich wasser- und abwasserbezogener Diagnostik und Surveillance. Neue molekularbiologische, mikrobiologische und epidemiologische Verfahren und Ansätze werden fortlaufend in die fachliche Arbeit einbezogen und hinsichtlich ihrer Relevanz für den Öffentlichen Gesundheitsdienst sowie die praktische Anwendung bewertet.

Der Ausschuss versteht sich als interdisziplinäre Plattform für den fachlichen Austausch zwischen Wissenschaft, Öffentlichem Gesundheitsdienst, medizinischen Einrichtungen, Laboren und weiteren Akteuren aus dem Bereich der Wasser- und Umweltmedizin. Ziel ist es, aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich Wasser und Abwasser wissenschaftlich zu begleiten, fachlich einzuordnen und den Austausch zwischen Forschung, Praxis und Behörden zu fördern.

Der Ausschuss fördert die Vernetzung interessierter Fachkreise und plant hierzu Austauschformate, fachliche Beiträge, Workshops sowie die Begleitung aktueller wissenschaftlicher und regulatorischer Entwicklungen.

Interessierte Mitglieder der GHUP sind herzlich eingeladen, sich aktiv in die Arbeit des Ausschusses einzubringen.